Gewiss, Vergesslichkeit hat auch ihre guten Seiten. Aber es ist doch hin und wieder peinlich, wenn man auf der Straße einen guten Bekannten trifft und keine Ahnung mehr hat, wie dieser Typ eigentlich heißt. Glücklicherweise gibt es da ein Wort, das in solchen Situationen sehr hilfreich ist: ...

DER DINGS (aus dem Buch 'Is net so')

„So, und jetzt geben S' mir noch a Sackerl Chips!", sagte Herr Wurzinger zu Frau Schagerl, der Gemischtwarenhändlerin.
„Brauch ma wieder was zum Knabbern für's Fernsehen?"
„Gestern sind's ma ausgangen, die Chips, bei der Sendung mit dem Dings ...!"
„Mit wem?"
„Mit dem Dings, der so ausschaut, wie der eine Tennisspieler ..."
„Ich weiß immer noch net, wen Sie meinen!"
„Na, den, der unlängst des Match g'wonnen hat! In ... Waswaßi ... gegen den ... na, helfen S' mir!"
„Hat der net so a Nasen?"
„Na, eher solche Haar! Und a Freundin hat er, a hübsche, glaub i ..."
„Is von der net unlängst was in der Zeitung g'standen? In dem an Blatt'l, was ma grad net einfallt ..."
„Jedenfalls macht Sie immer diese Werbung für des Katzenfutter, des Dings ...!"
„War des net a Versicherung?"
„Möglich! Ich brauch sowas net ..."
„Was?"
„Na, was Sie grad g'sagt hab'n!"
„Hab i was g'sagt?"
„Mir scheint, vom Dings haben S' grad erzählt!"
„Wohnt der net jetzt in der Stadt mit dem komischen Namen, bei dem Fluss, der dann in des Meer mündet, was da is?"
„I glaub, dort war i schon einmal! Mit dem Reisebüro, was mir nicht um die Burg einfallen will ..."
„Haben S' viel g'sehen dort, bei der Reise?"
„Alles! Die kompletten Sehenswürdigkeiten von A bis Z!"
„Wie Sie sich das alles merken! Sie haben ja direkt ein fotografisches ... Dings ... Gedächtnis!"
„Gellen S'! Ich weiß zum Beispiel noch ganz genau, wie damals der Autobuschauffeur ausg'schaut hat!"
„Na, wie denn?"
„Wie der Dings, gestern in der Fernsehsendung ...!"
„Wer??"